Veröffentlicht am März 27, 2024

Der wahre Genuss exotischer Liquids liegt nicht in der endlosen Auswahl, sondern im bewussten Verstehen der Aromen und der strategischen Erweiterung des eigenen Geschmackshorizonts.

  • Die Unterscheidung zwischen der Komplexität natürlicher Extrakte und der Direktheit synthetischer Aromen ist der erste Schritt zum Kenner.
  • Die gezielte Rotation von Aromen und bewusste Pausen sind entscheidend, um einer kostspieligen Geschmacksblindheit vorzubeugen.

Empfehlung: Beginnen Sie Ihre Entdeckungsreise nicht mit einem Großeinkauf, sondern wählen Sie gezielt ein oder zwei Aromen aus unterschiedlichen Geschmacksprofilen (z. B. eine süße Mango und eine säuerliche Maracuja), um Ihren Gaumen zu schulen.

Für erfahrene Dampfer in Deutschland kommt irgendwann der Moment, in dem der vertraute Geschmack von Apfel, Minze oder Tabak seine Faszination verliert. Der Gaumen sehnt sich nach Neuem, nach einer sensorischen Herausforderung, die über das Gewohnte hinausgeht. Hier beginnt die Verlockung exotischer Aromen: Namen wie Drachenfrucht, Guave oder Lychee versprechen eine Reise in ferne Länder, ein kleines „Ferien-Feeling“ bei jedem Zug. Doch diese Welt ist komplexer, als es die bunten Flaschen vermuten lassen. Viele Dampfer kaufen impulsiv eine ganze Palette an tropischen Verheißungen, nur um festzustellen, dass nach kurzer Zeit alles gleich schmeckt oder die anfängliche Begeisterung schnell verfliegt.

Die gängige Annahme ist, dass es nur darum geht, seinen „Lieblingsgeschmack“ zu finden. Doch was, wenn die wahre Kunst des Genusses nicht im Finden, sondern im Entdecken liegt? Was, wenn der Schlüssel zu einem nachhaltig aufregenden Dampferlebnis darin besteht, die Rolle eines Aroma-Sommeliers einzunehmen? Es geht darum, die feinen Unterschiede zu erkennen, die Zunge zu trainieren und zu verstehen, warum manche Aromen faszinieren und andere enttäuschen. Es ist eine Reise, die über die reine Süße hinausgeht und die Komplexität, Textur und das Zusammenspiel von Aromen in den Mittelpunkt stellt.

Dieser Guide ist Ihre Landkarte für diese sensorische Entdeckungsreise. Wir werden die dominanten Aromen der exotischen Welt kartieren, lernen, wie man seine erste Wahl wie ein Experte trifft und den entscheidenden Unterschied zwischen echten Fruchtextrakten und synthetischen Nachbildungen schmeckt. Darüber hinaus decken wir den größten Fehler auf, den fast jeder Dampfer macht, und zeigen, wie Sie ihn vermeiden, um sowohl Ihren Gaumen als auch Ihren Geldbeutel zu schonen – insbesondere angesichts der steigenden Liquidsteuer in Deutschland. Schließlich wagen wir uns in die Alchemie des Mischens und erkunden, wie aus exotischen Früchten komplexe Gourmet-Desserts ohne Kalorien entstehen.

Welche 8 exotischen Früchte (Mango, Passionsfrucht, Guave…) E-Liquids dominieren?

Der Einstieg in die Welt der exotischen Liquids beginnt mit der Kenntnis der Hauptakteure. Ähnlich wie bei Weinsorten gibt es auch hier dominante „Rebsorten“, die den Markt prägen. Diese Aromen sind oft deshalb so populär, weil sie bereits in der Lebensmittelindustrie, etwa in Getränken oder Joghurts, etabliert sind und bei vielen Dampfern positive Assoziationen an Urlaub und Sommer wecken. Das beworbene „Ferien-Feeling“ ist ein starker emotionaler Anker. Die Kenntnis dieser Basis-Aromen ist der erste Schritt, um Ihren persönlichen Geschmack zu kartieren und zukünftige Mischungen oder Nischenaromen besser einschätzen zu können.

Visuelle Darstellung einer Geschmacksmatrix mit exotischen Früchten nach Süße und Intensität geordnet

Die folgende Liste repräsentiert die Eckpfeiler des exotischen Dampf-Universums. Fast jede komplexe tropische Mischung basiert auf einer oder mehreren dieser Früchte. Sie dienen als verlässlicher Ausgangspunkt für Ihre Entdeckungsreise.

  • Mango: Der unangefochtene Klassiker. Bietet eine cremige, volle Süße mit einem reichen tropischen Charakter.
  • Passionsfrucht (Maracuja): Bekannt für ihre intensive, säuerlich-süße Note. Ein sehr präsentes und unverwechselbares Aroma.
  • Guave: Ein subtileres, exotisch-fruchtiges Profil mit einer weniger aufdringlichen Süße.
  • Lychee (Litschi): Zeichnet sich durch ein blumig-süßes Aroma aus, das oft als sehr erfrischend empfunden wird.
  • Drachenfrucht (Pitaya): Ein sehr mildes, leicht süßes Aroma, das oft in Mischungen als „Weichzeichner“ dient.
  • Ananas: Bietet die bekannte tropische Mischung aus intensiver Säure und starker Süße.
  • Kiwi: Ein primär säuerlich-frisches Aroma mit einer unverkennbaren, leicht „grünen“ Note.
  • Papaya: Ähnlich wie Mango, aber oft noch cremiger und milder in der Süße.

Wie Sie Ihre erste exotische Frucht nach Süße-Präferenz auswählen: Der Geschmackstest?

Nachdem Sie die Hauptakteure kennen, steht die erste, entscheidende Wahl an. Die größte Fehlerquelle für Einsteiger in die exotische Welt ist, sich von klangvollen Namen verleiten zu lassen, ohne die eigene grundlegende Geschmacksvorliebe zu berücksichtigen. Die wichtigste Achse, auf der sich die meisten exotischen Früchte bewegen, ist die zwischen süß und säuerlich. Ihre persönliche Präferenz hier ist der zuverlässigste Kompass für die erste Auswahl. Es geht darum, einen sicheren Hafen zu finden, von dem aus Sie später in unbekanntere Gewässer vorstoßen können.

Als Einsteiger in die Welt des Dampfens kann es eine Herausforderung sein, das richtige E-Liquid-Aroma zu finden. Die Wahl des richtigen Aromas ist entscheidend für ein angenehmes Dampferlebnis.

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Stellen Sie sich eine einfache Frage: Bevorzuge ich einen süßen, reifen Pfirsich oder eine spritzige, grüne Zitrone? Ihre Antwort darauf ist der Schlüssel. Übertragen Sie diese Präferenz auf die exotische Welt:

  • Team „Süß und Cremig“: Wenn Sie vollmundige und süße Aromen ohne dominante Säure bevorzugen, sind Sie hier richtig. Ihre ersten Kandidaten sollten Mango oder Papaya sein. Diese Aromen bieten eine weiche, reiche Süße, die den Gaumen umschmeichelt und selten überfordert. Sie sind die „sichere Bank“ für Liebhaber von dessertähnlichen Fruchtnoten.
  • Team „Säuerlich und Spritzig“: Wenn Sie den belebenden „Kick“ von Säure lieben, der die Geschmacksknospen weckt, starten Sie hier. Ihre erste Wahl sollte Passionsfrucht (Maracuja) oder Kiwi sein. Diese Aromen sind intensiv, lebhaft und bieten eine erfrischende Abwechslung zu rein süßen Liquids.
  • Team „Ausgewogen und Blumig“: Wenn Sie weder extreme Süße noch extreme Säure suchen, sondern eine elegante Mitte bevorzugen, ist dies Ihr Bereich. Probieren Sie Lychee oder Guave. Diese Früchte kombinieren eine moderate Süße mit oft blumigen oder subtil herben Unternoten und bieten ein komplexeres, erwachseneres Geschmackserlebnis.

Echte Mango-Extrakte vs. synthetisches Aroma: Wie Sie den Unterschied schmecken?

Haben Sie sich für eine Frucht entschieden, beginnt die nächste Stufe der Sommelier-Ausbildung: die Unterscheidung zwischen natürlichen und synthetischen Aromen. Dies ist der Punkt, an dem sich der Genießer vom Konsumenten trennt. Während synthetische Aromen oft direkter und intensiver sind, liegt der wahre Reiz natürlicher Extrakte in ihrer Vielschichtigkeit. Eine Analyse zeigt, dass natürliche Aromen bis zu 40% komplexere Geschmacksprofile mit Hunderten von verschiedenen Aromamolekülen aufweisen, während synthetische Pendants oft nur die 10-20 dominantesten „Signatur-Moleküle“ nachbilden.

Aber wie schmeckt man diesen Unterschied konkret? Es geht um die Beobachtung von drei Schlüsselfaktoren:

  1. Der erste Eindruck (Der „Auftakt“): Ein synthetisches Mango-Aroma schmeckt oft sofort und unmissverständlich nach „Mango“ – so wie man es von einem Bonbon kennt. Es ist eine klare, laute und oft sehr süße Note. Ein natürliches Mango-Extrakt hingegen ist subtiler. Man schmeckt vielleicht zuerst eine leichte, fast „grüne“ Note, gefolgt von der vollen Fruchtsüße und vielleicht sogar einem Hauch der faserigen Textur der echten Frucht.
  2. Die Entwicklung am Gaumen (Der „Körper“): Synthetische Aromen sind oft linear. Der Geschmack, den Sie beim ersten Zug wahrnehmen, bleibt bis zum Ende weitgehend derselbe. Natürliche Aromen hingegen „entwickeln“ sich. Die anfängliche Süße kann in eine leichte Säure übergehen oder am Ende eine leicht herbe Note hinterlassen, die an die Schale der Frucht erinnert.
  3. Der Nachgeschmack (Das „Finish“): Dies ist oft der deutlichste Indikator. Synthetische Aromen hinterlassen häufig einen süßlichen, manchmal leicht künstlichen oder parfümartigen Nachgeschmack, der lange im Mund verweilt. Ein natürliches Aroma klingt in der Regel „sauberer“ und authentischer aus, ähnlich dem Gefühl, nachdem man ein echtes Stück Frucht gegessen hat.

Einige deutsche Hersteller wie das Unternehmen Dr. Multhaupt haben sich auf solche Premium-Liquids mit natürlichen Extrakten spezialisiert. Sie zeigen, dass ein authentischerer Geschmack, der die Nuancen der Rohstoffe widerspiegelt, für viele Dampfer die höhere Investition wert ist.

Der Fehler, 10 exotische Liquids zu kaufen und nach 2 Wochen nichts mehr zu schmecken?

Der wohl größte und teuerste Fehler auf der Entdeckungsreise ist die Überreizung des Gaumens. Angetrieben von der Neugier, kauft man fünf verschiedene Mango-Variationen, drei Maracuja-Mischungen und zwei Guaven-Liquids. Die ersten Tage sind ein Fest für die Sinne, doch dann passiert es: Alles schmeckt irgendwie gleich. Die feinen Unterschiede verschwimmen, die Aromen wirken flach und langweilig. Dieses Phänomen, bekannt als „Vaper’s Tongue“ oder Geschmacksblindheit, ist die natürliche Reaktion der Geschmacksknospen auf eine ständige, monotone Stimulation. Sie werden desensibilisiert.

Dieser Fehler ist nicht nur frustrierend, sondern wird auch zunehmend kostspielig. Angesichts der anstehenden Steuererhöhungen in Deutschland, die laut Prognosen zu durchschnittlichen Mehrkosten von 15-20% pro Liquid ab 2026 führen, ist es wirtschaftlich unklug, Liquids zu kaufen, die man nach kurzer Zeit nicht mehr genießen kann. Eine strategische Herangehensweise schont nicht nur den Gaumen, sondern auch den Geldbeutel. Anstatt einer breiten, aber ähnlichen Auswahl, ist eine kleine, aber kontrastreiche Rotation der Schlüssel. Wechseln Sie bewusst zwischen einem süßen Fruchtaroma, einem sauren, einem herben und vielleicht sogar einem cremigen Dessert- oder Tabakgeschmack.

Wenn Sie bereits in die Falle getappt sind und nichts mehr schmeckt, hilft nur noch ein radikaler Schritt: der „Gaumen-Reset“. Anstatt einfach weiter zu dampfen und auf Besserung zu hoffen, folgen Sie einem strukturierten Plan, um Ihre Geschmacksknospen wieder zu „kalibrieren“.

Ihre Checklist für den Gaumen-Reset gegen Geschmacksblindheit

  1. Tag 1-2: Radikale Neutralisierung: Dampfen Sie ausschließlich ein neutrales Liquid. Das kann eine reine Base ohne Aroma oder ein einfaches, klares Menthol-Liquid sein. Ziel ist es, die Geschmacksrezeptoren komplett zur Ruhe kommen zu lassen.
  2. Tag 3: Sanfter Neustart: Führen Sie Ihren Gaumen langsam zurück. Verwenden Sie ein sehr mildes, einzelnes Fruchtaroma, das Sie gut kennen (z.B. einen einfachen Apfel), und dampfen Sie es mit geringer Leistung.
  3. Tag 4-5: Intensität steigern: Wechseln Sie zu einem Aroma mit mittlerer Intensität, idealerweise aus einer anderen Geschmackskategorie als die, die die Blindheit verursacht hat.
  4. Tag 6: Der Kontrolltest: Testen Sie nun vorsichtig das exotische Aroma, das Sie zuvor nicht mehr geschmeckt haben. Der Geschmack sollte nun wieder deutlich präsenter und nuancierter sein.
  5. Tag 7 und darüber hinaus: Intelligente Rotation etablieren: Etablieren Sie eine feste Rotation von 3-4 geschmacklich sehr unterschiedlichen Liquids (z.B. Maracuja, Vanillepudding, Kaffee), um eine erneute Desensibilisierung zu verhindern.

Wie Sie exotische Fruchtmischungen selbst kreieren: Welche 3 Früchte harmonieren perfekt?

Die höchste Stufe der Sommelier-Kunst ist nicht mehr nur das Verkosten, sondern das Komponieren. Das Selbstmischen von Aromen eröffnet eine neue Dimension der Kreativität und ermöglicht es Ihnen, perfekt auf Ihren Geschmack zugeschnittene Liquids zu kreieren. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der „Sommelier-Formel“, einer einfachen Struktur aus drei Komponenten: der Basis, der Unterstützung und dem „Kick“. Diese Methode verhindert, dass Sie einfach Aromen zusammenkippen und ein undefinierbares „Frucht-Chaos“ erhalten. Stattdessen bauen Sie ein harmonisches und ausgewogenes Geschmacksprofil auf.

Die Basis-Frucht (ca. 50-60%) gibt die Hauptrichtung vor. Die Unterstützungs-Frucht (ca. 30-40%) ergänzt und vertieft die Basis, ohne mit ihr zu konkurrieren. Die Kick-Note (ca. 10%) ist ein kleiner, intensiver Akzent, der die Mischung interessant und lebendig macht. Inspirierende Rezepte, die diesem Prinzip folgen, finden sich bei vielen erfahrenen Händlern, wie zum Beispiel in der Sommelier-Formel von My-Eliquid.de, die als hervorragender Ausgangspunkt dient.

Die Sommelier-Formel: Perfekte Fruchtmischungen
Rezeptname Basis-Frucht Unterstützung Kick-Note Geschmacksprofil
Der Tropen-Spritz Maracuja (60%) Grapefruit (30%) Minze (10%) Erfrischend-spritzig
Der grüne Smoothie Kiwi (50%) Kaktusfeige (35%) Apfel (15%) Frisch-säuerlich
Paradise Mix Mango (55%) Ananas (30%) Limette (15%) Tropisch-süß

Auch etablierte deutsche Aromenhersteller sind für ihre kreativen und oft gewagten Mischungen bekannt. Sie können als Inspiration für eigene Kreationen dienen.

Die rebellischen Jungs von K-Boom aus Recklinghausen haben es faustdick hinter den Ohren – mit ihren schlagfertigen Aromen erobern sie die Dampferwelt wie im Sturm.

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Wie Sie Ihre erste exotische Frucht nach Süße-Präferenz auswählen: Der Geschmackstest?

Die theoretische Auswahl nach Süße-Präferenz ist der erste Schritt, doch der eigentliche Geschmackstest ist ein Ritual, das mit Sorgfalt durchgeführt werden sollte, um ein unverfälschtes Ergebnis zu erhalten. Es geht nicht darum, das Liquid einfach in den Tank zu füllen und loszudampfen. Ein echter Sommelier bereitet die Verkostung vor, um jede Nuance erfassen zu können. Dieser Prozess stellt sicher, dass Sie das Aroma selbst bewerten und nicht die Reste des vorherigen Liquids oder eine verbrauchte Wicklung.

Führen Sie Ihren persönlichen Geschmackstest in drei methodischen Schritten durch, um die bestmögliche Entscheidungsgrundlage zu haben:

  1. Die Vorbereitung – Die saubere Leinwand: Beginnen Sie immer mit einem sauberen Verdampfer und einer frischen Watte oder einem neuen Coil. Rückstände alter Liquids, insbesondere von intensiven Aromen wie Menthol oder Kaffee, können das exotische Profil komplett verfälschen. Verwenden Sie idealerweise einen Tröpfler (RDA) für Tests, da dieser am einfachsten zu reinigen und neu zu bewatten ist.
  2. Die Durchführung – Von kühl bis warm: Starten Sie mit einer niedrigen Leistungseinstellung an Ihrem Akkuträger. Nehmen Sie einen kurzen, sanften Zug. Bei niedrigen Temperaturen treten oft die feineren, flüchtigeren Noten (wie blumige Aspekte bei Lychee) in den Vordergrund. Erhöhen Sie dann schrittweise die Leistung. Bei höheren Temperaturen entfalten sich die volleren, süßeren und reiferen Noten (die cremige Süße einer Mango). Beobachten Sie, wie sich der Geschmack verändert. Ein gutes Aroma bleibt über einen weiten Temperaturbereich angenehm.
  3. Die Analyse – Das Notizbuch des Dampfers: Machen Sie sich kurze Notizen. Es mag übertrieben klingen, ist aber extrem hilfreich. Notieren Sie den ersten Eindruck, die Entwicklung am Gaumen und den Nachgeschmack. Ist es süß, sauer, bitter, frisch? Erinnert es Sie an eine echte Frucht oder eher an ein Bonbon? Diese Notizen helfen Ihnen nicht nur bei der aktuellen Entscheidung, sondern bauen über die Zeit eine persönliche Geschmacksdatenbank auf, die zukünftige Käufe erleichtert.

Dieser methodische Ansatz verwandelt einen einfachen Kauf in einen bewussten Lernprozess. Sie kaufen nicht nur ein Liquid, Sie investieren in die Schulung Ihres Gaumens.

Echte Mango-Extrakte vs. synthetisches Aroma: Wie Sie den Unterschied schmecken?

Neben dem reinen Geschmack gibt es weitere sensorische Anhaltspunkte, die Ihnen helfen, die Qualität und den Ursprung eines Aromas zu beurteilen. Erfahrene „Aroma-Sommeliers“ achten nicht nur darauf, *was* sie schmecken, sondern auch *wie* es sich im Mund anfühlt und wie es auf unterschiedliche Bedingungen reagiert. Diese fortgeschrittene Analyseebene gibt Aufschluss über die Komplexität und Authentizität eines Liquids und trennt die Spreu vom Weizen.

Konzentrieren Sie sich bei Ihrer nächsten Verkostung auf diese drei subtilen, aber entscheidenden Merkmale:

  • Das Mundgefühl („Mouthfeel“): Schließen Sie die Augen und konzentrieren Sie sich auf die Textur des Dampfes. Fühlt er sich dünn und leicht „wässrig“ an oder hat er eine gewisse Dichte und Cremigkeit? Natürliche Fruchtextrakte, insbesondere von Früchten wie Mango oder Papaya, verleihen dem Dampf oft ein volleres, fast samtiges Mundgefühl. Synthetische Aromen können im Vergleich dazu manchmal als „flacher“ oder „dünner“ empfunden werden, da ihnen die komplexen Begleitstoffe fehlen, die zur Textur beitragen.
  • Die Stabilität bei Hitze: Wie verhält sich das Aroma, wenn Sie die Leistung (Watt) erhöhen? Ein häufiges Kennzeichen für einfachere, synthetische Aromen ist, dass sie bei hoher Hitze „zerfallen“. Sie entwickeln einen unangenehm süßlichen, fast verbrannten oder „gekochten“ Beigeschmack. Hochwertige, natürliche Extrakte sind oft stabiler. Sie werden zwar intensiver, behalten aber ihr ursprüngliches Profil bei, ohne unangenehm zu kippen. Der Geschmack wird wärmer und reifer, aber nicht künstlich.
  • Die „Sauberkeit“ des Coils: Dies ist ein langfristiger Indikator. Liquids mit einem hohen Anteil an künstlichen Süßungsmitteln (Sucralose), die oft in sehr intensiven, bonbonartigen synthetischen Aromen verwendet werden, neigen dazu, die Wicklung und Watte schnell zu verkrusten (sog. „Coil Gunker“). Wenn Sie feststellen, dass Sie Ihre Watte nach nur ein oder zwei Tagen wechseln müssen, ist dies ein starkes Indiz für ein Liquid mit vielen zusätzlichen Süßstoffen, die oft zur Maskierung einfacherer Aromenprofile dienen. Natürliche Aromen sind hier tendenziell „sauberer“.

Die Beobachtung dieser Faktoren schult Ihren Gaumen und Ihre Sinne weit über die reine Geschmackserkennung hinaus. Sie lernen, die „Handschrift“ eines Liquids zu lesen und seine Qualität ganzheitlich zu beurteilen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 8 dominanten exotischen Früchte (Mango, Maracuja etc.) sind der beste Ausgangspunkt für Ihre Geschmacksreise.
  • Der Hauptunterschied zwischen natürlichen und synthetischen Aromen liegt in der Komplexität: Natürliche Aromen bieten vielschichtigere Profile.
  • Strategische Aromen-Rotation und bewusste Pausen („Gaumen-Reset“) sind entscheidend, um Geschmacksblindheit und unnötige Kosten zu vermeiden.

Wie Gourmet-Liquids komplexe Dessertaromen ohne 400 Kalorien liefern: Genuss ohne Reue?

Die Welt der exotischen Früchte ist nicht nur ein eigenständiges Universum, sondern auch die Speisekammer für die nächste Evolutionsstufe des Genusses: die Gourmet- und Dessert-Liquids. Hier werden die bekannten Fruchtnoten zu Bausteinen für komplexe Kreationen, die an Käsekuchen, Eiscreme oder Cocktails erinnern. Der eigentliche Zauber liegt darin, dass diese Liquids das Belohnungszentrum im Gehirn auf die gleiche Weise ansprechen wie ein echtes Dessert, jedoch ganz ohne Kalorien. Dies wird möglich, weil, wie Experten bestätigen, in über 90% der Dessert-Liquids identische Aromastoffe wie in der Lebensmittel- und Süßwarenindustrie verwendet werden.

Die britische Marke Dinner Lady hat diesen Markt revolutioniert und gezeigt, wie es funktioniert. Ihr „Flip Flop Lychee“ ist nicht nur ein einfaches Litschi-Aroma, sondern eine Komposition aus Litschi, einem Spritzer Zitrone und einem Hauch von Kühle, die das Erlebnis eines eiskalten Sommerdesserts perfekt nachbildet. Dies zeigt das Prinzip: Exotische Früchte liefern die charakteristische Hauptnote, während andere Aromen (wie Vanille, Keks, Sahne oder Kühle) die „Textur“ und das Umfeld des Desserts schaffen. Eine Mango wird so zur Basis für einen Mango-Lassi, eine Maracuja zum fruchtigen Topping eines Cheesecakes.

Für den erfahrenen Dampfer ist dies die ultimative Spielwiese. Das Wissen über die Basis-Profile exotischer Früchte ermöglicht es, Dessert-Liquids gezielt auszuwählen. Wer weiß, dass er die Säure von Maracuja liebt, wird wahrscheinlich auch einen Maracuja-Cheesecake als Liquid genießen. Wer die cremige Süße von Mango bevorzugt, findet in einer Mango-Panna-Cotta-Kreation sein Glück. Das Dampfen wird so zu einem bewussten, sensorischen Genuss, der die Lust auf Süßes befriedigt, ohne die Konsequenzen eines echten Desserts. Es ist der Gipfel der Sommelier-Reise: der Übergang vom reinen Fruchtgenuss zur komplexen Aromen-Patisserie.

Verlassen Sie die ausgetretenen Pfade und beginnen Sie noch heute Ihre persönliche Geschmacks-Safari. Wählen Sie Ihren ersten Kandidaten, wenden Sie die Sommelier-Techniken an und entdecken Sie eine Tiefe des Genusses, die Sie beim Dampfen nie für möglich gehalten hätten.

Geschrieben von Lisa Becker, Lisa Becker ist E-Zigaretten-Fachberaterin und Produktspezialistin mit 12 Jahren Erfahrung in der Dampf-Branche. Sie leitet ein spezialisiertes Fachgeschäft für E-Zigaretten und berät täglich Umsteiger von Tabak auf E-Zigaretten bei der Auswahl von Geräten und Liquids.