Veröffentlicht am März 15, 2024

Die wahre Stärkung der Leber kommt nicht aus einer Flasche, sondern aus dem Verständnis und der gezielten Unterstützung ihrer körpereigenen, zweistufigen Entgiftungsprozesse.

  • Die Leber neutralisiert Gifte in zwei Phasen; ein Ungleichgewicht zwischen diesen ist oft das Kernproblem.
  • Bestimmte Lebensmittel, ausreichender Schlaf und der Verzicht auf Alkohol sind keine „Tricks“, sondern essenzielle Kofaktoren für diese biochemischen Abläufe.

Empfehlung: Konzentrieren Sie sich darauf, die systemischen Voraussetzungen für die Selbstheilung Ihres Körpers zu schaffen, anstatt eine kurzfristige „Kur“ zu verfolgen.

Als Ex-Raucher haben Sie bereits einen der wichtigsten Schritte für Ihre Gesundheit getan. Sie haben eine bewusste Entscheidung getroffen, Ihren Körper von einer täglichen Belastung zu befreien. Nun stellt sich oft die Frage: Was kommt als Nächstes? Wie kann man den Organismus dabei unterstützen, sich von Altlasten zu reinigen und zu regenerieren? Der Markt ist überflutet mit „Detox“-Kuren, teuren Pulvern und Pillen, die schnelle Wunder versprechen. Diese Ansätze übersehen jedoch oft das Wesentliche: Unser Körper, insbesondere die Leber, verfügt bereits über ein hochintelligentes und effizientes Reinigungssystem.

Die gängigen Ratschläge – mehr Wasser trinken, Zitronensaft am Morgen – kratzen nur an der Oberfläche. Sie adressieren nicht den Kern des Prozesses. Der wahre Schlüssel zur Unterstützung der Leber liegt nicht darin, sie von außen zu „putzen“, sondern darin, ihre internen Arbeitsabläufe zu verstehen und gezielt zu fördern. Dieser Artikel bricht mit dem Mythos der schnellen Detox-Kur. Stattdessen tauchen wir in die faszinierende Physiologie der Leber ein und zeigen Ihnen, wie Sie die körpereigene Intelligenz nutzen können, um Ihre Entgiftungskapazität nachhaltig zu steigern.

Die zentrale Idee ist eine Verlagerung der Perspektive: Weg von externen „Heilmitteln“, hin zur Stärkung der internen Maschinerie. Es geht darum, die beiden entscheidenden Phasen der Leberentgiftung zu verstehen und dem Körper genau die Bausteine zu liefern, die er für diese komplexen biochemischen Reaktionen benötigt. So wird aus einer passiven Hoffnung auf Reinigung ein aktiver, wissensbasierter Prozess der Regeneration, der perfekt auf Ihre Situation als gesundheitsbewusster Mensch in Deutschland zugeschnitten ist.

Dieser Leitfaden führt Sie durch die entscheidenden Aspekte der natürlichen Leberregeneration. Sie werden die fundamentalen Mechanismen kennenlernen, die Rolle von Ernährung und Lebensstil verstehen und konkrete, umsetzbare Strategien entdecken, um die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers zu aktivieren.

Warum die Leber in Phase 1 und Phase 2 Giftstoffe in 2 Schritten neutralisiert?

Die Vorstellung, die Leber würde Schmutz wie ein Schwamm aufsaugen und müsse dann „ausgewrungen“ werden, ist irreführend. In Wahrheit ist die Leber eine hochentwickelte biochemische Fabrik, die Giftstoffe in einem präzisen, zweistufigen Prozess unschädlich macht. Diesen Prozess zu verstehen, ist der erste Schritt zur effektiven Unterstützung. Man spricht von der Phase-I- und Phase-II-Entgiftung. In Phase I werden fettlösliche Giftstoffe (wie Pestizide, Medikamentenreste oder auch körpereigene Hormone) durch eine Gruppe von Enzymen, dem sogenannten Cytochrom-P450-System, chemisch umgewandelt.

Das Problem dabei: Die Zwischenprodukte, die in Phase I entstehen, sind oft reaktiver und potenziell schädlicher als die Ausgangssubstanz. Ein klassisches Beispiel ist Alkohol, der in Phase I zum hochgiftigen Acetaldehyd abgebaut wird. Hier kommt die entscheidende Phase II ins Spiel. Ihre Aufgabe ist es, diese reaktiven Zwischenprodukte an andere Moleküle (wie Glutathion oder Schwefel) zu binden. Dieser Prozess, Konjugation genannt, macht die Giftstoffe wasserlöslich, sodass sie sicher über die Nieren oder die Galle ausgeschieden werden können.

Ein Ungleichgewicht, bei dem Phase I überaktiv ist, aber Phase II hinterherhinkt, ist das Kernproblem vieler chronischer Belastungen. Es entsteht ein Stau an toxischen Zwischenprodukten. Die Geschwindigkeit der Phase II ist dabei auch genetisch bedingt, was erklärt, warum laut Studien des IMD Berlin bis zu 40 % der Bevölkerung sogenannte „langsame Acetylierer“ sind und somit eine von Natur aus langsamere Phase-II-Aktivität haben. Das Ziel einer natürlichen Unterstützung ist es also nicht, die Entgiftung pauschal „anzukurbeln“, sondern das Gleichgewicht zwischen Phase I und Phase II zu harmonisieren und sicherzustellen, dass Phase II über genügend Ressourcen verfügt.

Wie Brokkoli, Knoblauch und Kurkuma die Leberfunktion gezielt unterstützen?

Anstatt von „Superfoods“ zu sprechen, ist es physiologisch korrekter, von „Kofaktor-Lieferanten“ zu sprechen. Bestimmte Lebensmittel enthalten genau die bioaktiven Substanzen, die die Leberenzyme für Phase I und II benötigen. Brokkoli, Knoblauch und Kurkuma sind hierfür Paradebeispiele, da sie den Prozess gezielt modulieren, anstatt ihn blind zu beschleunigen. Brokkoli und anderes Kreuzblütlergemüse (wie Rosenkohl oder Blumenkohl) sind reich an Sulforaphan. Diese Verbindung hilft, die Enzyme der Phase I zu regulieren und gleichzeitig die der Phase II zu aktivieren – ein perfekter Balanceakt.

Knoblauch enthält schwefelhaltige Verbindungen wie Allicin. Schwefel ist ein essenzieller Baustein für Glutathion, das als wichtigstes körpereigenes Antioxidans und Hauptakteur in der Phase II gilt. Durch die Zufuhr von schwefelreichen Lebensmitteln stellen Sie sicher, dass der Phase-II-Maschinerie nicht der „Treibstoff“ ausgeht. Kurkuma wiederum, mit seinem Wirkstoff Curcumin, ist bekannt für seine stark entzündungshemmenden Eigenschaften und seine Fähigkeit, die Gallenproduktion anzuregen, was für den Abtransport der in Phase II neutralisierten Toxine entscheidend ist.

Die folgende Abbildung zeigt dieses Trio an potenten Kofaktor-Lieferanten, die in keiner leberfreundlichen deutschen Küche fehlen sollten.

Frischer Brokkoli, Knoblauch und Kurkumawurzel, die als Unterstützer der Leberfunktion dienen.

Eine gesunde Ernährung zur Unterstützung der Leber geht jedoch über diese drei Lebensmittel hinaus. Wie Prof. Elke Roeb von der Justus-Liebig-Universität Gießen betont, sind auch andere Nährstoffe entscheidend:

Daneben sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren wichtig. Gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind Nüsse, Saaten und Fisch. Fisch enthält zudem viel Eiweiß, das ebenfalls günstig für die Leber ist.

– Prof. Elke Roeb, Justus-Liebig-Universität Gießen

Eine ausgewogene Ernährung, die reich an diesen Nährstoffen ist, trägt auch zur Gewichtskontrolle bei. Dies ist relevant, da bereits eine moderate Gewichtsabnahme von 5-10% die Leberfunktion deutlich verbessert, insbesondere bei einer bestehenden Fettleber.

Wie E-Zigaretten E-Liquid in Dampf umwandeln: Technik für optimale Nutzung?

Für viele Ex-Raucher ist die E-Zigarette ein Übergangsinstrument. Während sie im Vergleich zur Tabakzigarette als das geringere Übel gilt, ist der Dampf keineswegs nur „heißer Wasserdampf“. Die Inhaltsstoffe des E-Liquids, hauptsächlich Propylenglykol (PG) und pflanzliches Glycerin (VG), sowie diverse Aromastoffe, müssen ebenfalls von der Leber verstoffwechselt werden. Das Verständnis der Technik ist hier entscheidend, denn die Art und Weise, wie das Liquid verdampft wird, hat einen direkten Einfluss auf die entstehenden Nebenprodukte und somit auf die Leberbelastung.

Beim Erhitzen des Liquids durch die Heizwendel (Coil) im Verdampfer können, insbesondere bei sehr hohen Temperaturen, potenziell schädliche Aldehyde wie Formaldehyd und Acrolein entstehen. Diese Verbindungen verursachen oxidativen Stress und belasten die Leber direkt. Studien haben gezeigt, dass die Exposition gegenüber E-Zigaretten-Dampf den Lipidstoffwechsel in der Leber stören kann, was ein Risikofaktor für die Entwicklung einer nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) ist. So zeigte eine Studie, dass bei E-Zigaretten-Konsum Veränderungen bei 433 Genen festgestellt wurden, die mit der Fettlebererkrankung in Zusammenhang stehen.

Der folgende Vergleich verdeutlicht die unterschiedlichen Belastungsmechanismen für die Leber.

Vergleich der Leberbelastung: Herkömmliche Zigaretten vs. E-Zigaretten
Faktor Herkömmliche Zigaretten E-Zigaretten
Hauptschadstoffe Teer, Kohlenmonoxid, 4000+ Chemikalien Propylenglykol, Glycerin, Aromastoffe
Leberbelastung Direkte Toxine, Karzinogene Oxidativer Stress, Lipidstoffwechsel-Störung
Enzymbeeinflussung Multiple Enzyme betroffen Hauptsächlich Cytochrom P450
Langzeitfolgen Gut dokumentiert: Zirrhose, Krebs Noch unerforscht, erste Hinweise auf NAFLD

Die Belastung durch E-Zigaretten ist subtiler, aber nicht inexistent. Sie zielt insbesondere auf das Cytochrom-P450-System ab, das, wie wir gesehen haben, für Phase I der Entgiftung zuständig ist. Eine Beeinflussung dieses Systems kann die Fähigkeit der Leber, auch andere Substanzen (wie Medikamente) abzubauen, beeinträchtigen.

Der Fehler, während des Detox Alkohol zu trinken: Warum das die Entgiftung massiv bremst?

Während einer Phase, in der man seinen Körper bewusst unterstützen möchte, ist der Konsum von Alkohol der größte Sabotageakt für die Leber. Dies ist keine moralische, sondern eine rein biochemische Tatsache. Wie bereits erwähnt, wird Alkohol in Phase I zu Acetaldehyd umgewandelt – einer Substanz, die deutlich toxischer ist als Alkohol selbst. Die Leber priorisiert den Abbau von Alkohol über fast alle anderen Aufgaben. Das bedeutet, während sie mit Alkohol beschäftigt ist, werden andere Entgiftungsprozesse quasi auf Eis gelegt.

Der Konsum von Alkohol zwingt die Leber in einen Ausnahmezustand und verbraucht dabei massiv wertvolle Ressourcen, insbesondere die Kofaktoren der Phase II wie Glutathion. Wenn Sie also einerseits leberfreundliche Lebensmittel essen, um Ihre Phase-II-Kapazität aufzubauen, und andererseits Alkohol trinken, ist das, als würden Sie versuchen, eine Badewanne bei gezogenem Stöpsel zu füllen. Die mühsam aufgebauten Reserven werden sofort für den Abbau des Alkohols verbraucht. Dies führt zu einem Stau der noch giftigeren Zwischenprodukte aus Phase I, was zu oxidativem Stress, Entzündungen und auf lange Sicht zu Leberschäden führt.

Die Relevanz dieses Themas in Deutschland ist nicht zu unterschätzen. Schätzungen zufolge haben 25 % aller erwachsenen Deutschen erhöhte Leberwerte, oft ohne es zu wissen. Glücklicherweise gibt es heute eine wachsende Kultur an hochwertigen, alkoholfreien Alternativen, die den Genuss nicht zu kurz kommen lassen:

  • Alkoholfreies Craft-Bier von innovativen deutschen Brauereien
  • Selbst hergestellter Wasserkefir oder Kombucha als probiotische und erfrischende Getränke
  • Ein spritziges Ingwer-Zitronen-Wasser als stilvoller Aperitif
  • Spezialisierte Kräutertees wie Mariendistel oder Löwenzahn, die traditionell zur Leberunterstützung eingesetzt werden

Wie 8 Stunden Schlaf die nächtliche Entgiftung entscheidend verbessern?

Während wir tagsüber aktiv sind, ist die Leber hauptsächlich mit der Bereitstellung von Energie und dem Stoffwechsel von Nährstoffen beschäftigt. Ihre primäre Entgiftungs- und Regenerationsarbeit leistet sie jedoch nachts, während wir schlafen. Ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf ist daher keine passive Erholungsphase, sondern eine aktive Arbeitszeit für unsere innere Reinigungsfabrik. Zwischen etwa 1 und 3 Uhr nachts erreicht die Leberaktivität laut der Organuhr der Traditionellen Chinesischen Medizin ihren Höhepunkt.

In dieser Zeit werden die während des Tages angefallenen Stoffwechselendprodukte, Hormone und aufgenommenen Giftstoffe aufbereitet und für die Ausscheidung vorbereitet. Ein Schlafmangel von weniger als 7-8 Stunden pro Nacht unterbricht diesen essenziellen Prozess. Der Körper hat nicht genügend Zeit, die Phase-II-Entgiftung abzuschließen und die anfallenden Zwischenprodukte zu neutralisieren. Dies führt zu einer Ansammlung von Toxinen, erhöhtem oxidativem Stress und chronischen Entzündungen, die die Leberregeneration behindern.

Ein ruhiges und dunkles Schlafumfeld ist daher nicht nur für den Geist, sondern direkt für unsere biochemische Gesundheit von Bedeutung. Es signalisiert dem Körper, dass er in den Regenerationsmodus schalten kann.

Ruhiges Schlafzimmer bei Nacht, das die regenerative Phase des Schlafs für die Leber symbolisiert.

Die Schaffung einer schlaffördernden Routine – Verzicht auf Bildschirme vor dem Zubettgehen, eine kühle Raumtemperatur und feste Schlafenszeiten – ist eine direkte Investition in die Leistungsfähigkeit Ihrer Leber. Es ist eine der einfachsten und gleichzeitig wirkungsvollsten Methoden, die körpereigene Selbstheilung zu unterstützen, ohne einen einzigen Cent für Produkte ausgeben zu müssen. Der Schlaf ist die Grundlage, auf der alle anderen Maßnahmen zur Lebergesundheit aufbauen.

Wie Brokkoli, Knoblauch und Kurkuma die Leberfunktion gezielt unterstützen?

Über die reine Anwesenheit von Brokkoli, Knoblauch und Kurkuma in der Ernährung hinaus, ist die Art der Zubereitung entscheidend, um die maximale Menge ihrer bioaktiven Wirkstoffe freizusetzen und für den Körper verfügbar zu machen. Es geht darum, die „Intelligenz“ der Pflanze zu nutzen. Das Sulforaphan in Brokkoli entsteht beispielsweise erst, wenn die Pflanzenzellen durch Schneiden oder Kauen verletzt werden und das Enzym Myrosinase mit seiner Vorstufe Glucoraphanin in Kontakt kommt. Zu starkes Erhitzen (z. B. langes Kochen) zerstört dieses Enzym jedoch. Die beste Methode ist daher, Brokkoli nur kurz zu dämpfen (3-4 Minuten) oder ihn roh zu essen, zum Beispiel als Brokkolisprossen, die eine besonders hohe Konzentration der Vorstufe enthalten.

Ähnliches gilt für den Knoblauch. Sein Wirkstoff Allicin bildet sich erst, wenn die Zehe durch Hacken, Pressen oder Kauen beschädigt wird. Um die maximale Wirkung zu erzielen, sollte man den Knoblauch nach dem Zerkleinern etwa 10 Minuten ruhen lassen, bevor man ihn erhitzt. Diese Wartezeit erlaubt dem Enzym Alliinase, seine Arbeit zu verrichten und das Allicin zu bilden. Fügt man den Knoblauch zu früh in die heiße Pfanne, wird das Enzym deaktiviert und die Allicin-Produktion gestoppt.

Beim Curcumin aus der Kurkumawurzel ist die größte Herausforderung seine geringe Bioverfügbarkeit. Der Körper nimmt es nur schwer auf. Hier hilft ein einfacher Trick: die Kombination mit schwarzem Pfeffer. Das darin enthaltene Piperin kann die Aufnahme von Curcumin um bis zu 2000 % erhöhen. Zudem ist Curcumin fettlöslich. Die Zugabe von einem hochwertigen Öl (z. B. Leinöl oder Olivenöl) bei der Zubereitung verbessert seine Aufnahme ebenfalls erheblich. Eine „Goldene Milch“ mit Kurkuma, Pfeffer und einem Schuss Öl ist daher nicht nur ein Trendgetränk, sondern ein physiologisch sinnvoller Weg, um den Wirkstoff an sein Ziel zu bringen.

Wie E-Zigaretten E-Liquid in Dampf umwandeln: Technik für optimale Nutzung?

Um die Leberbelastung durch das Dampfen zu minimieren, ist es entscheidend, die Entstehung schädlicher Aldehyde zu reduzieren. Dies lässt sich durch eine bewusste Nutzung der Technik erreichen. Der wichtigste Faktor ist die Temperatur der Heizwendel (Coil). Je höher die Temperatur, desto wahrscheinlicher ist der thermische Zerfall von Propylenglykol und Glycerin in toxische Nebenprodukte. Viele moderne E-Zigaretten bieten daher einen sogenannten „Temperatur-Kontroll-Modus“ (TC-Modus). Anstatt die Leistung in Watt zu regeln, stellt man eine maximale Temperatur (z. B. 220 °C) ein, die der Akkuträger nicht überschreitet. Dies ist die effektivste Methode, um Überhitzung und die Bildung von Schadstoffen zu vermeiden.

Ein weiterer Aspekt ist die Wahl des E-Liquids. Generell gilt: Je komplexer und intensiver die Aromen, desto mehr potenziell reaktive Chemikalien werden dem Körper zugeführt. Insbesondere bestimmte Aromen wie Zimt (Zimtaldehyd) oder Vanille (Vanillin) stehen im Verdacht, bei Erhitzung problematische Verbindungen zu bilden. Eine Reduzierung auf einfachere, qualitativ hochwertige Liquids mit wenigen und bekannten Aromastoffen kann die Belastung für die Leber verringern. Die Wahl von Liquids von etablierten deutschen oder europäischen Herstellern, die ihre Inhaltsstoffe transparent deklarieren, ist ebenfalls ein wichtiger Sicherheitsfaktor.

Zuletzt spielt die Wartung des Geräts eine Rolle. Eine alte, verkrustete Coil führt zu ungleichmäßiger Hitzeverteilung („Hotspots“) und kann den Geschmack negativ beeinflussen („Kokeln“). Dieser verbrannte Geschmack ist ein direktes Warnsignal für eine übermäßige thermische Zersetzung. Ein regelmäßiger Wechsel der Coil, sobald der Geschmack nachlässt, ist daher nicht nur eine Frage des Genusses, sondern auch der Gesundheitsvorsorge. Durch die Kombination aus Temperaturkontrolle, bewusster Liquid-Wahl und guter Wartung lässt sich das Risikoprofil des Dampfens aktiv steuern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Leberentgiftung ist ein zweistufiger Prozess (Phase I & II); ein Ungleichgewicht ist oft das Problem, nicht eine zu langsame Entgiftung.
  • Gezielte Ernährung (Brokkoli, Knoblauch), ausreichend Schlaf und Alkoholverzicht sind keine „Tipps“, sondern liefern essenzielle Kofaktoren für diesen Prozess.
  • Die wahre Regeneration kommt von innen, indem man dem Körper die richtigen Bedingungen für seine Selbstheilung bietet, nicht durch externe „Detox“-Produkte.

Wie Sie die körpereigene Selbstheilung beschleunigen: Die 6 entscheidenden Voraussetzungen?

Die beeindruckendste Eigenschaft der Leber ist ihre enorme Regenerationsfähigkeit. Anders als die meisten anderen Organe kann sie sich selbst bei erheblichem Schaden wieder vollständig erneuern. Diese körpereigene Selbstheilung ist jedoch kein automatischer Prozess; sie benötigt die richtigen Rahmenbedingungen. Es geht darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem die Leber ihre Reparaturmechanismen ungestört durchführen kann. Statt sich auf eine einzelne Methode zu konzentrieren, ist ein systemischer Ansatz erforderlich, der sechs entscheidende Voraussetzungen berücksichtigt.

Erstens muss die chronische Belastung reduziert werden. Das bedeutet, bekannte Lebertoxine wie Alkohol und unnötige Chemikalien zu meiden. Zweitens ist die Beruhigung von „stillen Entzündungen“ im Körper durch eine antientzündliche Ernährung nach den Prinzipien der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) essenziell. Drittens muss die Darm-Leber-Achse saniert werden. Ein gesunder Darm mit einer intakten Barriere verhindert, dass toxische Substanzen aus dem Darm direkt in die Leber gelangen. Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder Kefir können hier unterstützen. Viertens spielt die Reduktion von chronischem Stress eine Rolle, da das Stresshormon Cortisol die Leberfunktion negativ beeinflussen kann. Methoden wie Autogenes Training oder ein Spaziergang im Wald („Waldbaden“) sind hier wertvoll.

Die letzten beiden Voraussetzungen sind Bewegung und Flüssigkeitszufuhr. Regelmäßige, moderate Bewegung verbessert die Durchblutung und den Insulinstoffwechsel, was die Leber entlastet. Ausreichend Wasser ist notwendig, um die in Phase II wasserlöslich gemachten Giftstoffe effektiv aus dem Körper auszuspülen. Indem Sie diese sechs Bereiche gleichzeitig adressieren, schaffen Sie eine kraftvolle Synergie, die der Leber erlaubt, ihr volles Regenerationspotenzial zu entfalten. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, der die Intelligenz des Körpers in den Mittelpunkt stellt.

Ihr Plan zur Auditierung der Leberregeneration

  1. Entzündungsquellen identifizieren: Listen Sie Ihre typische Ernährung für 3 Tage auf. Vergleichen Sie sie mit den DGE-Empfehlungen und markieren Sie pro-entzündliche Lebensmittel (Zucker, verarbeitete Fette).
  2. Darm-Leber-Achse prüfen: Führen Sie ein Symptomtagebuch (Blähungen, Unregelmäßigkeiten). Notieren Sie, wie oft Sie probiotische (Kefir) oder präbiotische (Zwiebeln, Lauch) Lebensmittel integrieren.
  3. Stressbelastung bewerten: Bewerten Sie Ihr tägliches Stresslevel auf einer Skala von 1-10. Listen Sie Ihre aktuellen Entspannungsmethoden auf (z.B. Waldbaden, Autogenes Training).
  4. Bewegungsprotokoll erstellen: Tracken Sie Ihre täglichen Schritte oder Bewegungsminuten für eine Woche. Ziel: mindestens 30 Minuten moderate Aktivität täglich.
  5. Schlaf-Audit durchführen: Notieren Sie eine Woche lang Schlafenszeit, Aufstehzeit und die gefühlte Schlafqualität am Morgen. Ziel: 7-9 Stunden ungestörter Schlaf.

Beginnen Sie noch heute damit, diese Prinzipien in Ihren Alltag zu integrieren. Nutzen Sie die Checkliste, um eine ehrliche Bestandsaufnahme zu machen und gezielte Verbesserungen vorzunehmen. Ihr Körper besitzt die Fähigkeit zur Heilung – Ihre Aufgabe ist es, ihm die bestmöglichen Bedingungen dafür zu schaffen.

Geschrieben von Lisa Becker, Lisa Becker ist E-Zigaretten-Fachberaterin und Produktspezialistin mit 12 Jahren Erfahrung in der Dampf-Branche. Sie leitet ein spezialisiertes Fachgeschäft für E-Zigaretten und berät täglich Umsteiger von Tabak auf E-Zigaretten bei der Auswahl von Geräten und Liquids.